Der Bergsturz von 1348

Erdbeben löste den Bergsturz aus

Ab 1342 herrschten Hochwasser und extreme Kältewellen in Europa. 1348 führte der erste schwere Stoß einer Erdbebenserie zum Abbruch der aufgeweichten und zerklüfteten Anhöhe, die sich damals anstatt der Nische der Roten Wand erhob. Der darunterliegende Abschnitt der Gail wurde verschüttet und ein ca. 2 x 3 km messender Stausee bildete sich. Chroniken berichten von über 500 Todesopfern. Kaum jemand starb aber im Bergsturz, da dieser in unbesiedeltem Terrain niederging. Die meisten Toten beklagte die Stadt Villach durch Brände, die durch das Erdbeben ausgelöst wurden und von offenen Feuerstellen ausgingen.

Der Bergsturz als Grund von Urkundenfälschungen

Eine Urkunde aus dem Jahr 1491 berichtet, dass das Kloster Arnoldstein durch das Erdbeben 17 Weiler und 9 Pfarr­kirchen, die namentlich benannt werden, verlor. Dies entsprach keinesfalls der Wahrheit, bewirkte aber beim zuständigen Patriarchen von Aquileia zahlreiche Vergünstigungen für das Kloster Arnoldstein. Um den Notstand zu tilgen, wurde auch die Pfarre Hermagor dem Kloster zugesprochen.

 

 

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