Sonn- und Schattseiten eines Berges

Eine ost-west verlaufende Geländekante schafft die mit verschiedenen Neigungen nach Süden ausgerichtete Dobratsch Südwand. Sie zählt zu einer der wärmsten Örtlichkeiten Österreichs. Die Thermik an der Geländekante kann an manchen Tagen Sturmstärke erreichen. Viele Zugvögel nützen diesen Aufwind auf ihre Reise nach dem Süden. Jahr für Jahr ziehen Tausende von Greifvögeln über den Naturpark. Auch die Segelflieger vom Nötsch nützen die Thermik der Südwand. Mit der Sonnseite ist auch eine nach Norden abfallende stark bewaldete Schattseite verbunden. Während sich in den felsigen Südabhängen Schnee nur für wenige Tage im Jahr hält, kann es auf der Schattseite von November bis Mitte Mai meterhohe Schneebedeckungen geben. In den Karen des Lahner oberhalb des Ortes Bad Bleiberg gab es Jahre in denen der Schnee in Lawinenrinnen ganzjährig liegen blieb. Lawinenabgänge vom Dobratsch haben in Bleiberg unzählige Tote verursacht, bis man aufwendige Lawinenverbauungen errichtet hatte. Siedlungen gibt es nur an wenigen Stellen. Die Verkehrswege wichen schon immer dem Bergsturzgebiet aus. In der gesamten Schütt entstand nur die Ortschaft Oberschütt samt dem naturkundlichen Kleinod der Weinitzen in einem geschützten Bereich. Oberhalb der Ortschaft Förk bei Saak wurde der Rupagraben aufwendig gesichert. Ein Felspfeiler von der Größe eines Hochhauses wird permanent beobachtet. Das Bleiberger Hochtal verdankt seine Besiedelung nur den Arbeitsmöglichkeiten im Bergbau.
Aufgrund der exponierten Lage wurde auf dem Gipfel des Dobratsch bereits vor über 100 Jahren eine Wetter- und Klimastation errichtet. Noch ist diese ganzjährig besetzte Station im 12. Stock des ORF-Sendeturms untergebracht.

 

 

 

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